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Newsarchiv

Speicher: „Gesunde Gemeinde“ 2015

Acht Gemeinde- und Städteprojekte wurden für den Preis „Gesunde Gemeinde“ bzw. „Gesunde Stadt“ von den vier regionalen Fachjurys nominiert, vier davon werden mit einem Preis ausgezeichnet. Unter den Preisträgerinnen sind Rehetobel, Speicher, Teufen, Trogen und Wald mit ihrem Präventionsprogramm „Brillant“.

Der Preis „Gesunde Gemeinde“ bzw. „Gesunde Stadt“ versteht sich als Anreiz für vorbildliche Konzepte gemeindlicher und städtischer Gesundheitsförderung und Prävention sowie als Anerkennung für beispielshafte und multiplizierbare kommunale Programme und Massnahmen. Erstmals wurden die Auszeichnungen im Jahre 2013 vergeben. Im Fokus sind die aktive Gestaltung gesunder Lebensbedingungen bzw. Lebenswelten (Verhältnisse) in Gemeinden und Städten sowie beispielshafte Massnahmen, wie die Bevölkerung zu gesundheitsbewusstem Verhalten bewegt werden kann. Die Schweizer Gemeinden und Städte werden alle zwei Jahre eingeladen, ihre Programme und Massnahmen einzureichen. Zugelassen sind auch Gemeinschaftsprojekte mehrerer Gemeinden und Städte. Um der Vielfalt der Schweiz Rechnung zu tragen, wurden vier Nominationsregionen gebildet: Ostschweiz – Zentralschweiz – Nordwestschweiz – Romandie und italienische Schweiz.

Acht Nominationen – vier Preise
Zwölf Bewerbungen von 37 Gemeinden und Städten waren auf die zweite Ausschreibung eingegangen. Die vier regionalen Fachjurys nominierten den Gemeindeverbund Rehetobel-Speicher-Teufen-Trogen-Wald, die Städte Genf, Prilly (VD) und Arbon (TG), den Solothurner Bezirk Thal mit neun Gemeinden, die Gemeinden Menznau (LU), Stäfa (ZH) und Wilen (TG). Aus diesen Nominationen wählte die nationale Jury vier Preisträgerinnen aus. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der erfolgversprechenden Ansätze und Programme führte zum Entscheid, bewusst auf eine Rangierung zu verzichten und alle vier Beispiele gleich¬wertig mit dem „Preis Gesunde Gemeinde 2015“ bzw. „Gesunde Stadt 2015“ zu würdigen. Am 1. Juli werden die guten Beispiele gewürdigt und die Urkunden den ausgezeichneten Städten und Gemeinden im Haus der Kantone in Bern übergeben.
Der Preis wird getragen vom Bundesamt für Gesundheit, von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, von Gesundheitsförderung Schweiz, vom Schweizerischen Gemeindeverband und vom Schweizerischen Städteverband sowie von der Schweizerischen Gesundheitsstiftung RADIX. Informationen zu den ausgezeichneten Programmen: www.gesunde-gemeinden.ch.


10 Jahre Regionales Präventionsprogramm «BRILLANT»
Die fünf Gemeinden Rehetobel, Speicher, Teufen, Trogen und Wald streben eine koordinierte Sucht- und Gewaltprävention sowie Medienbildung an, welche die Ressourcen von Behörden, Fachstellen, professioneller Infrastruktur (Schulen und Jugendarbeit) und ehrenamtlicher Arbeit (Vereine, Elternorganisationen) unterstützt und nutzt. Durch die Zusammenarbeit unter den fünf Gemeinden und mit der Beratungsstelle für Suchtfragen des Kantons werden Synergien genutzt und eine gemeinsame Vorgehensweise im Bereich Sucht- und Gewaltprävention realisiert. Das Programm «Brillant» entwickelt Projekte und setzt Massnahmen um, damit die Prävention im Elternhaus, in Schulen, Vereinen und Gemeinden zum Schutz und zur Unterstützung der Bevölkerung wirksam wird.


Preisverleihung «Gesunde Gemeinde» bzw. «Gesunde Stadt»,
Bern, 1. Juli 2015
10 Jahre Regionales Präventionsprogramm «Brillant»: Würdigung der Gemeinden Rehetobel, Speicher, Teufen, Trogen und Wald (AR) - Laudation


Sehr geehrte Preisträgerinnen und Preisträger
Geschätzte Anwesende

Es freut mich sehr, dass ich im Namen der Jury in den nächsten Minuten nicht nur eine, sondern gleich fünf weitere Gemeinden für ihr herausragendes Projekt würdigen darf. Es sind dies die Ausserrhoder Gemeinden Rehetobel, Speicher, Teufen, Trogen und Wald, die gemeinsam rund 14‘900 Einwohnerinnen und Einwohner zählen, und heute mit dem Preis «Gesunde Gemeinde»/«Gesunde Stadt» 2015 für ihr vorbildliches regionales Suchtpräventionsprogramm «Brillant»ausgezeichnet werden. «Brillant» ist ein sehr gutes Beispiel, wie die Sucht- und Gewaltprävention auch mit wenigen Mitteln im Zusammenschluss von kleineren Nachbargemeinden über 10 Jahre nachhaltig und vernetzt betrieben werden kann.

Wie kam es dazu? Im Mai 2005 taten sich Gemeinderatsmitglieder der Gemeinden Rehetobel, Speicher, Trogen und Wald mit dem Ziel zusammen, die Suchtprävention in ihren Gemeinden besser zu koordinieren und zu vernetzen. Dabei zielten die Gemeinden jedoch nicht auf einzelne rasche Massnahmen. Vielmehr leiteten sie mit dem Suchtpräventionsprogramm «Brillant» einen Prozess mit dem Ziel ein, ein nachhaltiges Instrument für eine vernetzte Sucht- und Gewaltprävention zu entwickeln.Dabei werden Behörden, Verwaltung und die Zivilgesellschaft – insbesondere die ortsansässigen Vereine und Elternorganisationen – aktiv miteinbezogen. 2009 kam die Gemeinde Teufen dazu. Begleitet und unterstützt wird die Steuergruppe «Brillant» von der Beratungsstelle für Suchtfragen des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Das Programm baut auf bereits vorhandenen Angeboten von Fachstellen, professioneller Infrastruktur wie Schulen und Jugendarbeit, aber auch der Freiwilligenarbeit auf und unterstützt und ergänzt diese bei Bedarf. Ausgehend von diesem ganzheitlichen Ansatz ist ein den örtlichen Gegebenheiten angepasstes und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmtes Konzept mit entsprechenden Massnahmen entstanden.

Für die Umsetzung hat es der Verbund der fünf Gemeinden verstanden,die entsprechenden Personalressourcen optimal einzusetzen und die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Die Gemeinden beschreiben das Vorgehen und dessen Erfolg bescheiden wie folgt: «Brillant entwickelt Projekte und setzt Massnahmen um, damit die Prävention in den Settings Elternhaus, Schulen, Vereinen und Gemeinden zum Schutz und der Unterstützung der Bevölkerung wirksam wird». Und die fünf Gemeinden tun dies mit grossem Erfolg! Zu ihrem vielfältigen Angebot der Sucht- und Gewaltprävention zählt beispielsweise das Projekt «Kennidi – der coole Drink zum heissen Preis». Mit dem nicht-alkoholhaltigen Drink «Kennidi» wollen die Gemeinden an Festanlässen, in Jugendräumen in Vereinen und in der Gastronomie eine attraktive Alternative und Anreize schaffen, damit die Jugendlichen weniger Alkohol konsumieren. Der preisgünstige «Kennidi» kommt nach Aussage der Steuergruppe bei den Jugendlichen sehr gut an. Die lokalen Vereine, Jugendtreffs, Gastrobetriebe und Festveranstaltende tragen massgeblich zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts bei und helfen mit, das Angebot bekannt zu machen.

Daneben ist den fünf Gemeinden die Förderung von Medienkompetenzen bei Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Thema. Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit dem Projekt «Neue Medien» wollen die Gemeinden Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern für das Thema sensibilisieren sowie Chancen und Gefahren der neuen Medien aufzeigen.

Die Steuergruppe kann inzwischen auf 10 Jahre gemeinsame und koordinierte Suchtprävention zurückblicken – zu Ihrem kürzlichen Jubiläum gratuliere ich herzlich.«Brillant» hat sich zu einem langfristigen Präventionsprogramm entwickelt, das auf politischer Ebene verankert ist und in der Bevölkerung grossen Rückhalt geniesst. Durch die enge Zusammenarbeit untereinander aber auch mit der Beratungsstelle für Suchtfragen des Kantons Appenzell Ausserrhoden ist es den heute ausgezeichneten Ausserrhoder Gemeinden gelungen, Synergien zu nutzen und eine gemeinsame Vorgehensweise im Bereich der Sucht- und Gewaltprävention zu definieren. Mit diesem Engagement setzen Sie ein starkes Zeichen und regen über die Gemeindegrenzen hinaus zur Nachahmung an.

Im Namen der Jury gratuliere ich den fünf Ausserrhoden Gemeinden Rehetobel, Speicher, Teufen, Trogen und Wald herzlich zu dieser nachhaltigen Politik und zumPreis «Gesunde Gemeinde 2015».

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Schweizer Gemeindeverband, Claudia Hametner
Logo Preis Gesunde Gemeinde 2015
 

Dokument Preis Gesunde Gemeinde 2015 - Urkunde Gemeinde Speicher (pdf, 320.1 kB)


Datum der Neuigkeit 3. Juli 2015